Aktuelles zur Energiewende - Ökostrom für Alle! informiert

Auf diesen Seiten informieren wir Sie zu aktuellen Entwicklungen rund um die Energiewende .

13.05.2013: Ausgleich für Eingriffe in die Natur

Die Energiewende in Deutschland schreitet voran. Mit ihr Hand in Hand geht der Netzausbau und die Errichtung neuer Anlagenerneuerbarer Energien , wie es beispielsweise Windräder sind. Da diese Maßnahmen immer auch einen gewissen Eingriff in die Natur bedeuten und massive Proteste von Bürgerbewegungen und Umweltverbänden hervorrufen, sieht ein Verordnungsentwurf des Bundeskabinetts nun vor diese Eingriffe auszugleichen. Dies kann durch die Schaffung von Naturflächen an anderer Stelle geschehen oder durch die Zahlung von Ausgleichsleistungen, die dann durch die betroffenen Bundesländer für Naturschutzprojekte ausgegeben werden können.

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15.04.2013: Bessere Steuerung kann Stromversorgung stabilisieren

Das Büro für Energiewirtschaft Aachen hat im Auftrag des Bundesverbands Erneuerbare Energien (BEE) eine Studie über Speichertechnologien und Kapazitäten in der deutschen Stromversorgung durchgeführt. Ein wichtiger Punkt, um die Stromversorgung zu stabilisieren, sei demnach eine stärkere Anpassung von Angebot und Nachfrage, um einen effizienteren Verbrauch von Ökostrom aus Solar - und Windkraft zu garantieren. Konkret bedeutet dies, dass die Regierung Anreize schaffen sollte, damit Unternehmen vorallem dann Strom verbrauchen, wenn besonders viel Ökostrom eingespeist wird. Auf diese Weise kann auch der weitere Weg der Energiewende optimiert werden.

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01.04.2013: Bundesländer nicht zu Abstrichen bereit

Bundesumweltminister Peter Altmaier kritisiert das Verhalten der Bundesländer im Zusammenhang mit der Energiewende in Deutschland. Die Länder würden sich vorrangig für die Anliegen der ansässigen Unternehmen interessieren und zu wenig Kooperationsbereitschaft zeigen, so Altmaier. Um ein Gelingen der Energiewende sicherzustellen und die Versorgung mit Ökostrom aus erneuerbaren Energien weiter voranzubringen, wäre es jedoch notwendig, ein funktionierendes Gesamtkonzept zu entwickeln und zu eigenen länderspezifischen Abstrichen bereit zu sein.

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12.03.2013: Fehlende Milliarden im Energiewende-Fonds

Mithilfe des Energie- und Klimafonds sollen beispielsweise energetische Gebäudesanierungen, Klimaschutzprojekte, Ökostrom-Speichervorhaben oder der Ausbau der Elekromobilität gefördert werden. Doch dem Fonds fehlen auch für das kommende Jahr bereits 1,1 Milliarden Euro, wie die Nachrichtenagentur dpa veröffentlichte. Der Energie- und Klimafonds wird zum Teil durch Einnahmen des Emissionshandels finanziert. Der Preisverfall beim Handel mit CO2 - Verschmutzungsrechten sei der Grund für die fehlende Milliardensumme im Fonds. Aktuell liegt der Preis für eine Tonne CO2 bei rund vier Euro. Die Bundesregierung hatte ursprünglich aber mit 17 Euro die Tonne gerechnet. So droht der Regierung nun für wichtige Maßnahmen der Energiewende das Geld auszugehen, wenn sich an der derzeitigen Situation nichts ändert.

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20.02.2013: Strompreisbremse gefordert

Bundesumweltminister Altmaier sieht die Kosten der Energiewende bis zum Jahr 2040 auf bis zu eine Billion Euro anwachsen, wenn nicht bald Änderungen am EEG vorgenommen werden. So sollen vor allem die Grundvergütung der Betreiber von Windkraft - und Solaranlagen gesenkt werden, um die die Einspeisevergütungen zu senken. Nebenbei setzt sich Altmaier dafür ein, die CO2-Emissionszertifikate für den europäischen Raum zu begrenzen, um den Anreiz zur CO2-Reduzierung zu vergrößern.

16.01.2013: CO2-Reduzierung im Jahr 2011

Deutschland ist im Soll, wenn es um die Vorgaben des Kyoto-Protokolls geht, denn der Treibhausgasausstoß konnte im Jahr 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 2,9 % reduziert werden. Im Kyoto-Protokoll, dessen erste Verpflichtungsperiode Ende 2012 auslief, hatte Deutschland eine Senkung des Treibhausgasausstoßes um 21 Prozent gegenüber 1990 zugesagt. Nun konnte bis zum Ende des Jahres 2011 der Ausstoß sogar um 27 % gesenkt werden. Dennoch mahnt Umweltminister Altmaier zur Vorsicht: "Die weitere Entwicklung ist aber kein Selbstläufer. Die Trendentwicklung zeigt, dass das Klimaziel der Bundesregierung von minus 40 Prozent bis zum Jahr 2020 zusätzliches Handeln erfordert." Deutschland jedoch dürfte mit der Energiewende auf einem guten Weg sein, die Vorgaben zu erfüllen.

12.12.2012: Ökostromspeicher gesucht

Auf der Suche nach einem geeigneten Speicher für Ökostrom untersucht die amerikanische Firma Lightsail Energy mit Hilfe von Druckluft überschüssige Energie effizient zu speichern. An sich ist das kein neuer Lösungsansatz, denn man weiß das es funktioniert. Dabei wird überschüssige Energie verwendet um Luft zu komprimieren und wenn der Energiebedarf größer ist, wird die gespeicherte Luft genutzt um Turbinen anzutreiben. Problem dabei ist, dass sich die komprimierte Luft auf bis zu 600 Grad Celsius erhitzen kann. Nun wird versucht mit Hilfe von Sprühen von Wassertröpfchen die Temperatur möglichst gering zu halten. Auch das stellt kein Problem dar, jedoch muss dann wieder die Frage der Energieeffizienz geklärt werden und dies ist ziemlich knifflig. Im kommenden Jahr soll es daher ein Pilotprojekt geben, um die Idee in der Praxis zu testen. Unterstützer des Projektes sind unter anderem Bill Gates und PayPal-Mitbegründer Peter Thiel.

29.11.2012: Netzausbau: Weniger Stromtrassen beschlossen

Der Ausbau-Plan für das deutsche Stromnetz liegt nun endlich vor, nachdem sich die Entwurfsphase, durch Anmerkungen der Stromnetzbetreiber und Verbesserungswünsche der Bürger, eine ganze Weile hingezogen hat. Jetzt aber steht fest, dass der Stromnetzausbau kommen soll und zwar schnell! Dafür wurde sich jetzt auf weniger Stromtrassen als eigentlich gedacht geeinigt. In Zahlen heißt das: Die 74 geplanten Bauvorhaben wurden nun auf 51 Trassen gekürzt und somit werden auch nur noch 2800 Kilometer Trasse benötigt, anstatt den geplanten 3800 Kilometern. Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) kommentierte den Beschluss wie folgt: „Nun besteht Klarheit darüber, welche Projekte im Übertragungsnetz realisiert werden." In den nächsten Jahren wird sich zeigen, ob die Beschlüsse auch umgesetzt werden, denn die Pläne der Bundesregierung sehen vor, dass bis zum Jahr 2022 das Stromnetz für die Energiewende steht.

14.11.2012: Ökostrom-Umlage soll 2014 nicht weiter ansteigen

Nach der deutlichen Erhöhung der Strompreise zum 1. Januar 2013 wird es von der Bundesregierung wohl schon kurz vor der Wahl im Herbst nächsten Jahres Entwarnung für die EEG -Umlage 2014 geben. Der Beitrag zur Ökostrom -Förderung durch private Haushalte dürfte im Vergleich zum Vorjahr annähernd gleich bleiben, so geht es aus Berechnungen der Netzbetreiber hervor. Demnach würde die Umlage für Ökostrom aus erneuerbaren Energien zwischen 4,89 und 5,74 Cent pro Kilowattstunde liegen, was im Durchschnitt fast genau den 5,3 Cent entspricht, die im kommenden Jahr auf den Stromrechnungen ausgewiesen werden. Somit könnten Verbraucher vielleicht sogar mit einer Senkung rechnen, oder aber, im Falle der höchsten Prognose, nur mit geringen Mehrkosten. Die Erhöhung der Ökostrom-Umlage für 2013 fällt auch deshalb so stark aus, weil erstmals eine Reserve von zehn Prozent eingebaut wurde, um überraschende Steigungen, wie sie in der Vergangenheit vorgekommen sind, abzumildern.

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23.10.2012: Strompreise steigen in 2013 deutlich

Mitte Oktober wurde die Erhöhung der EEG -Umlage bekannt gegeben. Diese wird im nächsten Jahr um rund 50 Prozent auf 5,28 Cent je Kilowattstunde steigen. Durch diese Erhöhung sollen die Kosten für den Ausbau erneuerbarer Energien auf die Stromkunden umgelegt werden. Doch der Gesetzgeber plant für 2013 weitere Maßnahmen, die den Strompreis belasten werden. Die Offshore-Haftungsumlage nach § 17 EnWG soll eine Haftung der anbindungspflichtigen Übertragungsnetzbetreiber festlegen, wenn Offshore-Windkraftanlagen nicht rechtzeitig an das Stromnetz angeschlossen werden können. Die Betreiber betriebsbereiter Anlagen hätten in diesem Fall einen Entschädigungsanspruch gegenüber dem jeweils zuständigen Netzbetreiber , welche wiederum berechtigt werden, die Kosten an die Endverbraucher weiterzuleiten. Und auch die Netznutzungsentgelte selbst werden wohl nächstes Jahr um rund 0,5 Cent auf circa sieben Cent je KWh erhöht, was ungefähr einem Viertel des Gesamtpreises entspricht. An dieser Erhöhung kann man deutlich sehen, dass die Kosten für erneuerbare Energien, wie Solarkraft , nicht allein für die steigenden Strompreise verantwortlich sind.

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28.09.2012: Hohe EEG-Umlage im Jahr 2013 befürchtet

Laut einer Studie des BEE (Bundesverband Erneuerbare Energie) wird die EEG-Umlage im kommenden Jahr 5 Cent je Kilowattstunde betragen. Das würde einer Erhöhung von fast 1,5 Cent entsprechen. Vor allem der rasante Ausbau der erneuerbaren Energien und die starke Förderung von Ökostrom durch das EEG, sind die Ursachen des hohen Anstiegs. Aber auch die Verwendung der EEG -Umlage wird vom Präsidenten des BEE, Dietmar Schütz, kritisiert: "Nur noch knapp die Hälfte der Umlage kommt den erneuerbaren Energien zugute. Stattdessen wird sie zur allgemeinen Industrieförderung missbraucht". Mit welcher EEG-Umlage die Verbraucher im nächsten Jahr tatsächlich rechnen können wird sich im nächsten Monat zeigen, denn dann werden die Zahlen bekannt gegeben.

21.9.2012: Kraftwerke dürfen nicht einfach abgeschaltet werden

Um mögliche Strom-Blackouts zu verhindern, müssen sich Kraftwerksbetreiber zukünftig bereits ein Jahr im Voraus das Abschalten eines Kraftwerks genehmigen lassen. Dabei kann die Bundesregierung die Stilllegung in einzelnen Fällen per Gesetz auch ganz verbieten. Im Zuge der Energiewende steigt in Deutschland die Anzahl der Erneuerbare-Energien- Anlagen immer weiter an und durch die gesetzliche Förderung von Ökostrom , durch das EEG , wird der Betrieb von Gas - und Kohlekraftwerken immer unrentabler. Doch um Engpässe in der Stromversorgung zu vermeiden ist es unerlässlich, Kraftwerke betriebsbereit zu haben, die natürliche Schwankungen, beispielsweise bei Solarstrom , ausgleichen können. Bis die Energiewende so weit fortgeschritten ist, dass Ökostrom allein zur Versorgung ausreicht, ist das unkontrollierte Abschalten von Kraftwerken, die konventionellen Strom erzeugen, nicht empfehlenswert.

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16.8.2012: Umweltminister verspricht kostenlose Energieberatung für alle BürgerInnen

Sozialtarife, die bei steigenden Strompreisen helfen sollen, lehnt Bundesumweltminister Altmaier ab. Stattdessen sollen alle BürgerInnen die Möglichkeit haben, mithilfe kostenloser Energieberatungen zu erfahren, wie und wo sie Strom sparen können. Energieberater würden Privatleuten Tipps geben, wie im Haushalt, beispielsweise durch energiesparende Geräte, bares Geld gespart werden kann. Die gratis Energieberatung würde auch Menschen mit geringem Einkommen helfen, sagte der Umweltminister. Bislang sind die Preise für Strom wegen der Energiewende jedoch kaum angestiegen und das, obwohl acht von 17 Atomkraftwerken abgeschaltet wurden. Die Kosten für die Verbraucher sind auch nicht stärker angestiegen als in den Jahren zuvor.

23.7.2012: Ist die Energiewende noch zu schaffen?

Bevor die Energiewende so richtig gestartet ist scheint sie ins Stocken zu geraten. Ein Beispiel: Ökostrom aus Offshore-Windparks kann nicht genutzt werden, weil Leitungen fehlen. Jedes Bundesland hat eigene Vorstellungen, wie die Energiewende umgesetzt werden soll. Was fehlt ist jedoch eine einheitliche Strategie und der Zusammenhalt von Politik und Industrie. Denn mit dem Aufbau von Solarparks und Windrädern ist es nicht getan. Auch der Rest des Energiesystems muss an die neuen Gegebenheiten angepasst werden.

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12.7.2012: Die Energiewende kostet keine Arbeitsplätze in Deutschland

In der deutschen Industrie wachsen dir Sorgen wegen einer möglichen Deindustrialisierung durch die Energiewende und dem daraus möglicherweise resultierenden Anstieg der Strompreise . Das Abwandern von Unternehmen würde auch hohe Verluste an Arbeitsplätzen bedeuten. Doch Bundesumweltminister Altmaier widerspricht diesen Sorgen und entgegnet, dass durch die Energiewende zusätzliche Jobs in Deutschland geschaffen werden sollen. Dass der Ausbau erneuerbarer Energien erhebliche Wachstums- und Arbeitsplatzeffekte mit sich bringt bestätigt auch eine Studie des BMU. Demnach stieg der gesamte Beschäftigungsbeitrag der erneuerbaren Energien in Deutschland im Jahr 2010 auf rund 367.000 Personen an. Das entspricht mehr als einer Verdoppelung gegenüber 2004 (rund 160.000 Arbeitsplätze). Bis 2030 könnte sich die Brutto-Beschäftigung auf mehr als eine halbe Million Beschäftigte weiter erhöhen. zum Interview mit Bundesumweltminister Altmaier

11.6.2012: Kraftwerke bleiben zum Ausgleich am Netz – trotz Verlusten

Aufgrund des stark angestiegenen Angebots an Ökostrom aus erneuerbaren Energiequellen , wie Solarenergie , Wind- oder Wasserkraft , rechnet sich in vielen Fällen der Betrieb konventioneller Kraftwerke nicht mehr, da die Betreiber verpflichtet sind den Strom aus erneuerbaren Energien vorrangig einzuspeisen und die eigenen Kraftwerke herunterzufahren, um die Energiewende durchzusetzen. Die Stromversorger würden die unwirtschaftlichen Kraftwerke gern ganz vom Netz nehmen, doch der Staat könnte sie demnächst dazu verpflichten diese weiterlaufen zu lassen. Eine entsprechende Verordnung wird aktuell von der Bundesregierung geplant. Die Meiler hätten den Zweck, die natürliche Schwankungen der rasant wachsenden Menge an Ökostrom auszugleichen, um die Netze stabil zu halten und so einen möglichen Strom-Blackout zu vermeiden.Zum SPON Artikel

4.6.2012: Strom soll bezahlbar bleiben

Angesichts des Ökostrom -Booms, der durch den rasanten Anstieg von erneuerbaren Energien , insbesondere aber bei Solaranlagen , entstanden ist, rechnen Experten damit, dass die Umlage auf die Stromverbraucher von derzeit 3,6 Cent pro Kilowattstunde wohl bald auf über 5 Cent steigen könnte. Insbesondere Rentner oder Harz-IV würden unter einer Erhöhung der Stromkosten leiden. Bundesumweltminister Altmaier sagt, er wolle sich diesbezüglich mit den Wohlfahrtsverbänden auseinander setzen, damit die Belastungen beim Strompreis erträglich bleiben. Des weiteren sehe er die Kürzung der Solarförderung für den richtigen Ansatzpunkt, um steigenden Strompreisen wirksam zu begegnen und die Energiewende erfolgreich durchzusetzen. zum Interview mit Bundesumweltminister Altmaier

29.5.2012: Ökostrom-Rekord zu Pfingsten

Das sommerlich schöne Wetter am Pfingstwochenende hat Deutschland zeitweise einen neuen Solarstrom -Rekord beschert. So lieferten die Photovoltaikanlagen zum ersten Mal eine Gesamtleistung von 20.000 Megawatt, was durch Zahlen der Strombörse EEX belegt ist. "Wir gehen von 22 000 Megawatt aus. Das entspricht der Leistung von mehr als 20 Atomkraftwerken ", sagte der Direktor des Internationalen Wirtschaftsforums Regenerative Energien in Münster, Norbert Allnoch. Aufgrund der leichten Bewölkung am Montag und einer Windflaute wurde das erhoffte Ökostrom -Wunder, die deutsche Energienachfrage an dem traditionell verbrauchsarmen Pfingstmontag über die Mittagsstunden fast vollständig mit Ökostrom zu decken, jedoch leider knapp verfehlt.

22.5.2012: Kanzlerin Merkel entlässt Bundesumweltminister Röttgen – Altmaier wird Nachfolger

In Anbetracht der Wahlniederlage in Nordrhein-Westfalen hat Bundeskanzlerin Angela Merkel ihren Bundesumweltminister Norbert Röttgen entlassen. Seine Nachfolge tritt der bisherige Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion im Bundestag, Peter Altmaier, an. Merkel dankte Röttgen für seine Arbeit an der Energiewende und für sein „klimapolitisches Engagement, auch im internationalen Bereich“. Altmaier werde sich nun „mit voller Kraft“ der neuen Aufgabe zuwenden. Damit sei der Weg frei für einen personellen Neuanfang im Umweltministerium. „Die Energiewende ist ein zentrales Vorhaben dieser Legislaturperiode.“ Peter Altmaier sei sich der großen Verantwortung, die sein neues Amt mit sich bringt bewusst und wolle auch den Klimaschutz und andere umweltpolitische Themen in das Blickfeld der aktuellen Politik rücken.

10.5.2012: Bürgerprojekt Energiewende

Immer mehr BürgerInnen tragen durch ihr Engagement in Energiegenossenschaften einen wichtigen Teil zur Energiewende in Deutschland bei. Wie das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit mitteilte hat sich die Zahl der Energiegenossenschaften innerhalb eines Jahres (31.12.2010-31.12.2011) verdoppelt, innerhalb von drei Jahren vervierfacht und innerhalb der letzten Dekade auf fast 600 verzehnfacht. Führend sind bislang eher ländliche Regionen, vor allem in Bayern , Baden-Württemberg und Niedersachsen . Um aktiv einen Beitrag zur Energiewende zu leisten organisieren sich die BürgerInnen, um lokale Projekte in den Bereichen Solar- und Windenergie oder Biomasse zu realisieren und sauberen Ökostrom zu produzieren. Einige Gründe für den Erfolg des Genossenschaftsmodells: Genossenschaften bieten nicht nur konkrete Anlageoptionen, sondern auch die Möglichkeit zur Mitbestimmung. Des weiteren sind sie meist auch offen für Beteiligungen mit niedrigeren Beträgen.

25.4.2012: Plattform für erneuerbare Energien gegründet

Der Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen hat die „Plattform Erneuerbare Energien “ gegründet, die alle relevanten Akteure der Energiewende an einen Tisch bringen soll. Dabei wird es vor allem um die Koordinierung des weltweiten Ausbaus von erneuerbaren Energien, die Marktintegration des Ökostroms und dessen Zusammenspiel mit konventionellen Energieträgern und die Integration in die Planungen des Netzausbaus gehen. In der Plattform Erneuerbare Energien sind Mitglieder von Bund, Ländern, Städten, Kommunen, der Erneuerbare-Energien-Branche, der Übertragungs- und Verteilnetzbetreiber, Umwelt-, Natur- und Verbraucherschutzverbänden, von Wirtschaftsverbänden und konventioneller Energiewirtschaft, aber auch Wissenschaftler und Forscher vertreten

12.4.2012: CO2-Ausstoß sinkt trotz Wirtschaftswachstum

Der erfolgreiche Ausbau erneuerbarer Energien (und daraus gewonnener Ökostrom ) und eine verbesserte Energieeffizienz der Wirtschaftsunternehmen in Deutschland zeigen erste Auswirkungen und bedeuten einen weiteren Schritt hin zur Energiewende . Trotz starker Konjunktur haben die ca. 1640 emissionshalndelspflichtigen Energie- und Industriebetriebe Deutschlands, wie Stahlwerke oder Energieerzeuger, mit 450 Millionen Tonnen Kohlendioxid im Jahr 2011 rund 1% weniger klimaschädigendes CO2 ausgestoßen als noch im Vorjahr. Dies teilte das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit in einer Presseinformation mit. Diese Zahlen widerlegen daher die häufig aufgekommenen Befürchtungen, das Abschalten der Kernkraftwerke würde eine deutliche Erhöhung der Emissionen mit sich bringen, die den Treibhauseffekt verstärken.

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7.4.2012: Energiewende durch Subventionsmarathon

Seit der Atomkatastrophe von Fukushima und dem Beschluss des Atomausstiegs sind in Deutschland viele Anlagen für erneuerbare Energien , wie Biogasanlagen oder Solarparks entstanden, aus denen sauberer Ökostrom gewonnen wird. Die Energiewende nimmt ihren Lauf. Für einige Wirtschaftszweige entwickelt sich die Umstrukturierung der Energieversorgung jedoch zu einem Subventionsprogramm gigantischen Ausmaßes und die Regierung stellt bereitwillig Milliardenbeträge, beispielsweise für den Netzausbau , bereit. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft rechnet mit jährlich circa einer Milliarde Euro für den Bau neuer Höchstspannungsleitungen und weiteren Milliardenbeträgen, um den Strom über das Verteilnetz auch zu den Haushalten zu transportieren. Diese Beiträge müssen schlussendlich auch wieder eingeholt werden und das wird größtenteils zu Lasten der Bürger, durch Steuer- und Stromabgaben , geschehen.

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27.03.2012: Netze entwickeln sich zum Schlüssel für die Energiewende

Durch den Ausbau der Erneuerbaren Energien wird zukünftig mehr Strom in deutschen Netzen fließen. Um die Versorgungssicherheit in ganz Deutschland sicherzustellen müssen vorhandene Übertragungsnetze modernisiert und Neue ausgebaut werden. Von rund 1800 Kilometern überregionalen Stromnetzen, die bis zum Jahre 2015 gebaut werden sollen, wurden bis zum jetzigen Zeitpunkt 214 Kilometer realisiert. Die nächsten Meilensteine sind die Umsetzung der Aufgaben durch die Netzbetreiber, Planungsbehörden, Länder und Kommunen. Neben dem Ausbau der Überregionalen Stromnetze rücken die regionalen Verteilernetze ebenfalls in den Vordergrund. Die dezentrale Stromerzeugung durch Kleinanlagenbetreiber muss mehr und mehr in das Ganze integriert werden. Themen wie Smart Meter, intelligente Stromnetze sowie intelligentes Lastmanagement bilden weitere Meilensteine auf dem Weg in eine erneuerbare Zukunft. Netzstabilität, Versorgungssicherheit, Transparenz und Wettbewerbsfähigkeit sind weitere Schlagwörter, die Handlungsbedarf beinhalten. In Zukunft sollen BMWI und BMU in Zusammenarbeit mit allen betroffenen Bereichen einen Steuerungskreis bilden, der halbjährlich zusammenkommt und Bericht erstattet, Schwerpunkte setzt und eine Zwischenbilanz zieht. Wenn die gesteckten Ziele ehrgeizig verfolgt werden, ist Deutschland auf einem guten Weg die Wende herbeizuführen. Weitere Informationen: Interview mit dem neuen BNA Präsidenten Jochen Homann

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