Ökostrom und Energieeffizienz gehen Hand in Hand

Ressourcenverknappung, steigende Energiepreise, Ausstieg aus der Atomkraft, die Energiewende , notwendige Klimaziele und das Thema Ökostrom bestimmen die Schlagzeilen.

Doch kann ich als Endkunde darauf Einfluss nehmen? Ja, dies ist möglich, denn der Energiemarkt wird durch das Verhalten der Konsumenten geprägt. Ein Großteil der privaten Stromkunden bezieht noch keinen nachhaltigen Ökostrom sondern Strom vom Grundversorger der den Strombedarf überwiegend mit Graustrom deckt. Dieser wird nach neuesten Angaben zu 58% mit fossilen Brennstoffen (Erdgas, Braun- und Steinkohle) und zu 18% mit gefährlichen Atomkraftwerken erzeugt (Bruttostromerzeugung 2011).

Werden Sie Teil der Energiewende und entscheiden Sie sich für den sauberen, grünen Strom! Durch einen Wechsel zu einem Ökostromanbieter können Sie die Energiewende fördern und Ihre Energiekosten senken. Darüber hinaus haben Sie viele Möglichkeiten mit Strom umsichtiger und sparsamer umzugehen und so die Energiewende schneller voranzutreiben und den Klimaschutz zu unterstützen. Strom ist ein Gut, welches den Menschen bei lästigen Arbeiten unterstützt abnimmt, wie dem Wäsche waschen und kochen. Weiterhin ermöglicht Strom viele Aktivitäten, die wir sehr schätzen, wie z.B. fernsehen und die Nutzung des Computers. Stromsparen muss nicht bedeuten, dass wir auf diese Annehmlichkeiten verzichten müssen. Bewusstes Handeln und Wissen über Energieeffizienz kann heute Atomkraftwerke dauerhaft vom Netz nehmen. Dies bestätigt eine Studie der Deutschen Unternehmensinitiative für Energieeffizienz (DENEFF ). Es gilt: Strom der nicht benötigt wird, muss auch nicht hergestellt werden und schont Klima und ihren Geldbeutel.

Unter Energieeffizienz versteht man den Erhalt des größtmöglichen Nutzens bei Aufwendung von minimalem Energieeinsatz. Das kann sich jeder gut am folgenden Beispiel vorstellen. Ein Wasserkocher wandelt Strom vollständig in Wärme um und gibt diese an das Wasser ab. Ein Staubsauger hingegen wandelt den Strom nicht nur in Saugenergie um, sondern auch in Wärme und Geräusche. Energieeffiziente Geräte versuchen letzteres zu vermeiden und steigern dadurch die Leistung oder senken den Verbrauch.

Strom hat die Eigenschaft, dass er in jede beliebige Energieform umwandelbar ist. Er stellt eines der kostbarsten Energieträger dar. Wir benötigen die Energie nicht in direkter Form, sondern vielmehr deren Wirkung auf den Menschen, wie z.B. ein wohl temperierter Raum, eine warme Mahlzeit oder den Genuss der Unterhaltungselektronik.

Im Folgenden möchten wir Sie motivieren sich mit dem Thema Energieeffizienz zu beschäftigen und Möglichkeiten aufzeigen, wie Sie im täglichen Leben Strom einsparen und dabei unser Klima retten können. Viele Maßnahmen können sofort und ohne großen finanziellen Aufwand durchgeführt werden.

Tauschen Sie normale Glühlampen durch Energiesparlampen aus. Diese haben eine wesentlich geringere Leistungsaufnahme als herkömmliche Leuchtmittel bei gleicher Lichtausbeute. Der höhere Anschaffungspreis wird auch hier durch geringen Stromverbrauch und längere Haltbarkeit ausgleichen.

Eine Beispielrechnung für drei verschiedene Leuchtmittel finden Sie hier (30,8 KB) .

Bitte vergessen Sie nicht, auf die vom Hersteller empfohlene Entsorgung von Leuchtmitteln zu achten.

Auf die richtige Temperatur kommt es an. Im Sommer genießen viele den Komfort einer Klimaanlage. Gerade in den Sommermonaten arbeiten diese im Volllastbereich. Kühlen Sie nur Räume in denen Sie sich auch tatsächlich aufhalten und halten Sie Türen und Fenster geschlossen. Lassen Sie die Klimaanlage nicht permanent laufen, denn unterkühlte Räume spiegeln sich finanziell negativ wieder. Schon beim Kauf sollten Sie hier auf die Energieeffizienzangaben achten.

Waschmaschinen, Wäschetrockner und Geschirrspüler sollten immer erst betrieben werden, wenn ihr Fassungsvermögen auch wirklich ausgeschöpft ist. Die meisten Geräte haben darüber hinaus Energiesparprogramme. Nähere Informationen dazu finden Sie in den Anleitungen der Gerätehersteller. Probieren Sie es doch einfach einmal aus.

Den Backofen vorzuheizen sollten Sie nur in Erwägung ziehen, wenn es das von Ihnen zubereitete Gericht ausdrücklich erfordert. Vielfach besteht die Möglichkeit die Garzeit zu geringfügig verlängern um das gleiche Ergebnis zu erzielen. Versuchen Sie mit Restwärme – beispielsweise beim Warmhalten von Gerichten – zu arbeiten. Schalten Sie Herd oder Backofen kurz vor dem Ende des Kochvorgangs ab. Hier besteht mit ein wenig Geschick und Erfahrung sehr großes Einsparpotenzial! Nutzen Sie auch immer einen Deckel beim Kochen (Einsparpotential ca. 10%) und der Topfboden sollte immer mittig auf der Kochplatte stehen, welche nie größer sein sollte als der Topf selbst. Der Energie- bzw. Wärmeverlust ist dadurch um ein vielfaches geringer.

Um Strom zu sparen zu können, müssen die Potenziale bekannt sein. In der hinterlegten Tabelle sind die häufigsten Haushalts- und Elektronikgeräte mit ihrer durchschnittlichen Leistungsaufnahme aufgelistet.

Tabelle Haushalts- und Elektrogerät (19,9 KB)

Weiterführende Informationen und Links

Häufige Energieirrtümer